Ein Hauch von Philosophie
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

http://myblog.de/philosophiepur

Gratis bloggen bei
myblog.de





Aller Anfang ist...

Ja, was ist so ein Anfang eigentlich? Schwer sollte er eigentlich sein, aber ein Anfang pflegt kein Gewicht zu haben.

In Erinnerung an Aristoteles läßt sich über den Anfang auch nicht viel aussagen, wenn man davon absieht, daß es ein "unbewegt Bewegendes" geben muß, das als Urpsrung zu gelten hat; anderenfalls müßte man auf der Suche nach einem Anfang stets immer weiter zurückgehen (von heute über gestern, vorgestern, ...) und käme doch zu keinem Ende (regressus ad infinitum, das Zurückgehen ins Unendliche).

Der goethische Faust hielt es da schon biblischer, obwohl auch er zu keinem endgültigen Shcluß kommen konnte oder wollte: War am Anfang das Wort oder die Tat? Auch wenn Faust sich hierbei eher um die Übersetzung des griechischen "logos" mühte, schien es ihm schier unmöglich, den richtigen "Anfang" zu setzen (der "logos" macht es einem nicht eben leicht, da es eine große Vielfalt an Bedeutungsnuancen und Auslegungen gibt; man schaue nur mal in einem Wörterbuch der griechischen Sprache nach).

Heute finden sich überall endlos erscheinende Anfänge: der vom Ende, der des Tages, der des Fernsehprogramms, des einer Strecke und der eines Projektes (und viele weitere). Doch all diese "Anfänge" haben eines gemeinsam: sie lassen sich nur schwer eindeutig und letztgültig bestimmen. Jeder dieser Anfänge hat ja schließlich etwas, das ihm vorausgegangen ist, sie es das, was vorher im Fernsehen lief, sei es das, was zur Entscheidung geführt hat, eine bestimmte Strecke festzusetzen.

Somit führt auch der Anfangspluralismus doch wieder zurück zu Aristoteles, denn all die vielen Anfänge gehen doch letztlich auf einen zurück, den man allerdings nur postulieren, nicht aber beweisen kann.
4.11.09 14:47
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung